Der inneren Stimme in den Hintern treten

Kennst du den Spruch “Wir sind unser eigener ärgster Kritiker”? Leider trifft das auch auf viele Eltern zu: Anscheinend hat natürlich ihr Kind von allen die ärgste Trotzphase und andere Eltern haben ihre Kinder  viel besser im Griff als sie … Und nur ihr Kind hat auch diese ganz seltsamen Verhaltensmuster …

Die amerikanischen Coaches Amy Ahlers und Christine Aryola haben ein sehr interessantes Kursprogramm für Frauen ins Leben gerufen, das sie “Inner Mean Girl Reform School” (Kurs in englisch) nennen.

Inner Mean Girl Reform School Banner

In dieser Umerziehungsschule für das gemeine Mädchen, das in uns “wohnt” und uns sabotiert, lernen Frauen, sich mehr zuzutrauen, sich nicht mehr derart streng zu kritisieren.
Ahlers und Aryola empfehlen unter anderem, die Vergleiche mit anderen, die uns runterziehen, durch Inspiration und Wertschätzung  zu ersetzen. Denn jede Form des negativen Vergleichs bremst uns nur aus.

Beispiele für Inspiration

Anstatt zu sagen “Boah, die hat so tolle XX / ich könnte nie so gut Y wie sie! / Ihr Kind hat/kann/… und meins nicht!”, sollte man etwas Gehirnschmalz einsetzen und sich fragen:

  • “Was kann ich von ihr lernen? Was kann ich mir abgucken?”.
  • Vielleicht auch einfach fragen/mailen: “Ich finde so toll, wie du XX machst. Hast du einen Tipp für mich?” Es erfordert Überwindung, aber meistens ist die Reaktion sehr positiv.

Wertschätzung

Statt negativen Selbstgesprächen nachzuhängen wie “Mein Kind kriegt das gar nicht auf die Reihe!” oder “Ich seh’ aus wie der letzte Schlumpf im Vergleich mit den anderen Müttern”, sich ganz bewusst machen: “Was kann mein Kind ganz wunderbar? Was ist schön an ihm / an dem, was es tut?”
Und: Du siehst natürlich nicht aus wie ein Schlumpf, sondern “wie eine Mutter, die gleich toll mit ihren Kindern auf dem Spielplatz spielt”! ;- )

Denn wir machen uns unsere Realität!

Was wir uns oft genug selbst sagen, das glauben wir eines Tages. Wer negativ mit sich selbst spricht (und gerade Frauen neigen ganz arg dazu!), der zieht sich nicht nur runter, sondern der glaubt nach Wochen, Monaten, Jahren diesem “inneren gemeinen Mädchen”, das sagt “Du siehst zu dick aus, du kannst das nicht, du hältst besser die Klappe, Du kannst nicht singen/basteln/schreiben …”
Tritt diesem Mädel in den Hintern und glaub ihr nicht mehr!

 

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