Yoga für schmerzenden Nacken und Schultern

Gestern hat mich ein Bluebelt beim Jiu Jitsu unsanft durch die Gegend geworfen und ich bin unglücklich auf meinem Nacken gelandet. Es machte „krack-krack-krack“ und ich habe erstmal nur vorsichtig den Kopf bewegt, ob er mir vielleicht das Genick gebrochen hat. %-) So ein Depp.

Motivation für den Tag
Motivation für den Tag

Meine Trainer hatten mir gesagt, ich soll nicht mit White Belt Männern trainieren (mit einigen Ausnahmen), weil die mich vielleicht falsch anpacken und meine Verletzungen verschlimmern — sie trainieren noch nicht mit Köpfchen, sondern mit brutaler Muskelkraft. Gestern war nur eine Frau da; nachdem wir einmal trainiert hatten, waren also die Männer als Trainingspartner dran. Ich habe mich geziert und wollte nicht laut sagen: „Die, die heute hier sind, sind mir alle zu brutal und unkoordiniert.“ (Auch wenn’s stimmt.) Also sagte ich: „Because of my injuries, I’d only roll with a blue belt.“ Und dachte: Ist ja ein White Belt-Kurs, da sitze ich jetzt aus.

Leider stand ein Mann von den Sitzkissen am Rand der Matten auf und sagte: „I am a blue belt. I’ll roll with you, no problem.“ Ich habe ihm erklärt, dass ich eine Bänderdehnung im rechten Arm habe. Er: „Tja, und ich habe verstauchte Rippen. Wir sind im selben Boot.“

Irgendwie waren wir das aber wohl doch nicht, weil er in dem 5-minütigen Kampf eine seltsame Mischung aus „ich bewege mich ganz langsam für den Anfänger“ und „jetzt ziehe ich ganz schnell einen Sweep durch“ gemacht hat — und ständig meinen rechten Arm gestreckt und gedehnt hat. Ich bin irgendwann richtig stinkig geworden, aber habe mich nicht getraut, etwas zu sagen, weil ich mir ja schließlich einen Blue Belt gewünscht hatte, er also nur meinem Wunsch gefolgt ist. %-)

Er ist auch ständig aufgestanden, was ihm natürlich einen großen Vorteil gab. Schließlich bin ich stinkwütend mit aufgestanden, auch wenn wir den Kampf im Stehen ganz selten üben als Anfänger. Es ging auch ein paar Sekunden gut — dann hat er meinen rechten Arm gepackt, irgendwo festgeklemmt. Ich habe versucht, mit der anderen Hand meinen Arm zu befreien — woraufhin er mich über die rechte (! autsch) Schulter auf den Boden hat knallen lassen. Ich vergesse immer noch, beim Fallen den Kopf auf die Brust zu ziehen und bin auf meinen Hinterkopf gefallen und über den Nacken abgerollt.

Am liebsten würde ich heute zu Hause bleiben, aber wegen der Sommerferien ist unser Frauenkurs auf nur 3-4 Teilnehmerinnen zusammengeschrumpft. Die Trainerin bietet ihn nur an, weil wir alle versprochen haben, zu kommen. Für sie lohnt sich sonst die lange Anfahrt nicht.

Ich werde also hingehen, aber bevor ich mich heute Abend wieder auf die Matte wage, mache ich gleich erst mal eine Runde Yoga für Schultern und Nacken. Ich denke mir ja gerne eigene Flows beim Yoga aus, aber wenn ich nur einen bestimmten Bereich dehnen möchte, mache ich das am Liebsten mit YouTube-Videos oder DVDs. Dann muss ich nur nachmachen :-D

Mein Lieblings-Video für Schultern und Nacken ist im Moment das hier, von Lesley Fightmaster:

Das ist generell gut für Autoren und andere, die den ganzen Tag über eine Tastatur gebeugt sitzen. ;-)

Es ist in ENGLISCH und am besten ist, wenn man schon die Namen einiger Yoga-Positionen kennt, damit man nicht immer zum Bildschirm rüberlinsen muss. Als Yoga-EinsteigerIn kannst du ja häufiger auf Pause drücken, damit du auch bei den schnelleren Abfolgen mitkommst.

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ninaweber_seamus_untweakedbutcropped-150x145Nina Weber ist die Autorin der Bestseller »Mama macht mal Pause« und »Der Trotzphasen-Survivalguide«. Du findest sie auf www.land-der-abenteuer.de, Facebook und Twitter. Nina und ihre Familie sind Anfang 2014 für 3 Jahre in den Mittleren Osten gezogen und bringen hier Expat-Leben und Beruf unter einen Hut– bei über 40 Grad im Schatten.