Event-Food: Esskastanien

Esskastanien, auch Maronen genannt, scheinen in Deutschland nicht so viele Abnehmer zu haben wie in anderen europäischen Ländern — abgesehen vom obligatorischen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, vielleicht.

Es gibt Maronen schon fertig gekocht im Vakuum-Beutel. Aus Frankreich und den USA kenne ich auch Dosen mit Esskastanien-Püree, das man z.B. gut für Desserts verwenden kann.

Foto (c) István Sass
Foto (c) István Sass

Aber abenteuerlich ist das natürlich nicht. Als echte Abenteurer kaufen wir natürlich ganze Esskastanien. Die gibt es im Obst- und Gemüseladen aber auch in den Gemüsetheken vieler Supermärkte.  Pro Abenteurer braucht man als Beilage ungefähr zwei Handvoll. Wie viel übrig bleibt, hängt allerdings von der Qualität der Kastanien ab – wenn man Glück hat, ist ein Drittel Ausschuss. Es kann aber auch mal die Hälfte sein.
Um allen Selbstversuchen vorzubeugen: Kindern muss man erklären, dass das hier MARONEN sind und dass man die normalen Kastanien NICHT essen kann!

Zubereitung
Die Esskastanien eine halbe Stunde vor der Zubereitung in lauwarmem Wasser einlegen (ca. 40 Grad), damit sie im Ofen nicht so trocken werden. Das können die Kinder machen. Planschen ist ausdrücklich erlaubt. ;- ) Den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen.

Nach 30 Minuten abtropfen lassen und an der flachen Seite (!) kreuzweise und tief mit einem Messer einschneiden. Je tiefer der Schnitt, umso leichter lassen sie sich pellen. Aber sie trocknen auch stärker aus und verbrennen schneller im heißen Ofen. Aufpassen — beim Schneiden rutscht man schnell ab! Das ist definitiv nur eine Arbeit für Erwachsene.

Kinderjob: Eine große Gratinform oder Ähnliches mit etwas Öl einpinseln und die Esskastanien hineingeben. Gut verteilen, dass keine übereinander liegen.

Etwa 20 Minuten in den Ofen geben (Mitte), dabei nach zehn Minuten und dann alle 5 Minuten gut mit einem Löffel vermengen, damit die Kastanien gleichmäßig garen.

Die heißen Kastanien in eine Schüssel umfüllen und gleich servieren. Am besten lassen sie sich pellen (von der harten Schale und der zähen Innenhaut), wenn sie sehr warm sind. Also nicht so heiß, dass Kinder wie Eltern sich die Pfoten verbrennen, aber doch noch gut warm. Je mehr sie abkühlen, umso schwieriger wird das Pellen.

Es ist ein bisschen wie beim Muscheln-Essen: Was seltsam aussieht, wird aussortiert. Wenn eine richtig schlecht ist, sieht man das meist auf einen Blick oder spätestens nach dem Aufbrechen der Schale.

Kinder ab 4 mögen das gemeinsame Event-Essen. Kastanien hat Finn auch schon mit 3 gern gegessen, aber ich habe sie ihn noch nicht selbst pellen lassen wegen der Hitze.

Alternative:

Noch leckerer werden die Maronen, wenn man sie auf dem (Gas-)Herd oder auf dem Grill zubereitet. Dann braucht man eine schwere Form und einen passenden Deckel, und die Maronen müssen noch häufiger gewendet werden. In jedem Fall Esskastanien einritzen, denn sonst explodieren sie.

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