Kleine Muffinschule

So gibt’s richtig leckere und saftige Muffins, von Mini bis XXL.

Die Backform

  • Muffins schmecken am besten ohne Papierförmchen in gusseisernen Formen gebacken. Dann sind sie von allen Seiten schön cross.
  • Am zweitbesten schmecken sie ohne Papierförmchen in den üblichen Weißblech- oder Silikonformen gebacken.
  • Letzte Option: mit Förmchen.

Warum keine Förmchen?
Das Papierförmchen klebt am Muffin. Beim Abpellen, besonders wenn man nicht lange auf das Abkühlen warten mag, klebt die Hälfte des Muffins am Papier.
Wofür können sie doch gut sein? Wenn man besonders fettarme Muffins backen will und die Form nicht mit Öl auspinseln möchte und auch einen sehr fettarmen Teig verwendet.
Ich gieße Öl in eine der Vertiefungen der Form und verteile es dann mit einem Backpinsel über die ganze Form. Das ist nicht viel Öl. Und da wir nur alle paar Wochen Muffins backen, denke ich, hält es sich kalorienmäßig in Grenzen.
Wenn Sie Förmchen verwenden wollen, die Muffins am besten ganz auskühlen lassen, auch über Nacht, bevor sie gegessen werden. Dann lässt sich das Papier am besten lösen.

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Mini-Muffins

  • An die gusseisernen Formen für die geschmackliche Nummer Eins kommen Sie ganz einfach: Poffertjes-Formen lassen sich nämlich super für Mini-Muffins zweckentfremden. :- ) Und die gibt es nicht nur in Holland, sondern z.B. auch bei Amazon oder in Hauswarenläden.

Normal bis XXL:

  • Gusseiserne Formen in normaler Muffin-Größe habe ich bisher leider nur in den USA gesehen und auch dort nur selten. Sie sind gar nicht so teuer (etwa 25 Euro), aber man muss ewig suchen.
  • Wir verwenden Weißblech-Formen, die mit Öl ausgepinselt sind.
  • Die Schokoladen- und Streuselmuffins in den Fotos habe ich mit sehr großen Silikon-Muffinsformen gebacken. Mit Öl ausgepinselt lösten sich die fertigen Muffins (nach der Abkühlzeit!) perfekt.

Muffin-Do’s und Don’t’s

  • Den Teig nicht überrühren.
    Essen Sie mal Muffins von einem Amerikaner gebacken und welche nach einem typischen deutschen Muffinsbuch gebackene. Wenn letztere nicht mit vielerlei Guss aufgepeppt und mit Fett überladen werden (Frischkäse und Co. sind auch Fett!), schmecken sie ganz oft einfach nur “Blah” und sind zäh. Die amerikanischen Muffins hingegen sind “chewy” und saftig. Warum? Weil Muffins, wie jeder Teig, aus 2 Sorten Zutaten bestehen: trocken und feucht. Und diese werden nur ganz kurz vermischt!
  • Wenn Sie den Löffel aus der Schüssel heben, sollte der Teig in schweren, unregelmäßigen Klumpen vom Löffel fallen. Dann ist er richtig. (Wenn Sie schütteln müssen, ist er zu fest. Dann noch Flüssigkeit hinzugeben.)

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  • Die “Extras” wie Nüsse, Möhrenraspel, Rosinen, Kirschen, Himbeeren, etc. immer erst in die trockenen Zutaten geben und auch nicht en masse. Leicht verrühren, so dass sie sich rundherum mit Mehl bestäuben. Dann feuchte und trockene Zutaten vermischen.
  • Damit sich die Muffins auch ohne Förmchen aus der Backform lösen: die Form vor dem Backen gründlich säubern und mit (wenig) Fett ausgepinselt. Wenn Sie ein Häubchen auf dem Muffin möchten, also viel Teig in jede Vertiefung geben, müssen Sie auch den Rand zwischen den Mulden etwas einfetten. Am allerwichtigsten aber ist, die Muffins nach dem Backen mindestens 10 Minuten und maximal 15 Minuten auskühlen zu lassen! Ich stelle mir dafür eine Küchenuhr, denn das Zeitfenster ist arg knapp.

Aufbewahrung

Nach dem kompletten Auskühlen in einer Tupperdose luftdicht aufbewahren. Auf dem Toaster aufwärmen (wenn gewünscht). Muffins können auch eingefroren und dann im Ofen wieder aufgetaut werden (oder an der Luft auftauen und dann kurz im Ofen anwärmen).

Rezept: Leckere Kürbismuffins

3 Comments

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